NABU-Bonn.de NABU in... Swisttal Naturschutzgebiet Dünstekoven

Erster Amphibiennachwuchs im NSG Dünstekoven

Niederschläge sorgen für stattliche Laichballen von Spring- und Grasfrosch


(c) Peter Meyer / NABU Bonn 

Es ist wieder soweit: bei der gestrigen Begehung im Naturschutzgebiet Kiesgrube Dünstekoven wurden die ersten Laichballen von Spring- und Grasfröschen entdeckt. Die beiden Froschlurcharten gehören jedes Frühjahr zu den ersten Amphibien, die sich an den zahlreichen Tümpeln des Gebietes einfinden um sich fortzupflanzen.


(c) Peter Meyer / NABU Bonn 

Auch der seltene Springfrosch findet sich früh zum Laichgeschäft ein. Nicht selten sind schon die ersten Tiere in Tümpeln aktiv, wenn das Wasser noch vereist ist. Springfrösche haben eine kurze Laichzeit. Wie bei allen Arten treffen zuerst nur die kleineren Männchen an den Laichgewässern ein, die Weibchen folgen kurze Zeit später. Paarung und Eiablage erfolgen dann meist innerhalb weniger Stunden. Nach spätestens einer Nacht verlassen die Weibchen schon wieder den Tümpel und verbringen das restliche Jahr an Land. Die relativ kompakten, aus 350 bis 1500 Eiern bestehenden Laichballen der Springfrösche werden unter Wasser an Pflanzenstängel angeheftet. Die Kaulquappen schlüpfen erst ca. 3 Wochen nach der Laichablage. Frühestens ab Mitte/Ende Juni kann man die ersten fertigen Jungfrösche beobachten.


(c) Peter Meyer / NABU Bonn 

Während man den Grasfrosch, der bei der Wahl von Lebensraum und Laichgewässern nicht besonders wählerisch ist, überall im Land häufig antreffen kann, gehört der Springfrosch zu den echten Raritäten der heimischen Amphibienfauna. Um so erfreulicher sind die jüngsten Kartierungsergebnisse im NSG Dünstekoven, nach denen sich hier mittlerweile eines der größten Springfroschvorkommen in Nordrhein-Westfalen entwickelt hat. Dies ist ein eindeutiger Beweis dafür, dass die umfangreichen Naturschutzmaßnahmen der letzten Jahre in der stillgelegten Kiesgrube zu einer weiteren Verbesserung der Lebensbedingungen für die Amphibien geführt haben.

Durch den starken Regen der letzten Tage konnten unsere Helfer auch schon hunderte Erdkröten aus den Fangeimern sammeln, die oftmals als Paare (Amplexus) unterwegs sind.

 

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