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Blütenoasen inmitten intensiver Landwirtschaft

Klatschmohn, Klappertopf und Co. auf NABU-Wildkrautäckern und -wiesen


(c) P. Meyer NABU Bonn 

Einen großartigen Blühaspekt bieten derzeit die vom NABU Bonn angelegten und betreuten Wildkrautäcker in der Region, und damit einen wohltuenden Gegensatz zu den intensiv genutzten Anbauflächen, in denen selbst einst so häufige Wildpflanzen wie die Wilde Möhre kaum noch zu finden sind. Immer gründlicher werden Ackerrandstreifen und Feldwege durch den zunehmenden Einsatz von Chemikalien vernichtet. Und dort, wo noch einige Wildpflanzen geduldet werden, verhindert häufig eine viel zu frühe Mahd, dass die auf die Ackerkräuter angewiesenen Insektenarten, z.B. viele seltene Schmetterlinge, ihre Entwicklung beenden können: Zahlreiche Schmetterlingsraupen verenden dann an den abgemähten Pflanzenstengeln. Nur durch gezielte Naturschutzarbeit konnten die Mitarbeiter und ehrenamtlichen Helfer des NABU Bonn mittlerweile erfolgreich einige blühende Wildkrautäcker anlegen und durch regelmäßige Mahd nachhaltig pflegen, teilweise sogar unterstützt von ortsansässigen Landwirten. An einigen Standorten wurden gezielt bestimmte Wildkräuter in die Flächen eingesät, an anderen wertvolle Brachflächen unter Anleitung erfahrener Botaniker gepflegt und verbessert. Gerade in diesen Tagen können auch Spaziergänger die Erfolge deutlich erkennen und die sich ständig ändernde Farbenpracht genießen. Rund um Bornheim sowie am Ortsrand von Swisttal Dünstekoven wachsen dank dieser schon vor 7 Jahren begonnenen Maßnahmen echte Raritäten wie Klappertopf, Acker-Steinsame, Wiesenknopf und Kuckuckslichtnelke. Kein Wunder, dass auf diesen Flächen immer ein reges Insektentreiben herrscht, welches auch zahlreiche Vogelarten des Offenlandes anlockt. Dies ist ein wichtiger Beitrag im Kampf gegen die immer länger werdende Liste der bei uns ausgestorbenen Schmetterlingsarten. Zudem profitieren hiervon zahlreiche Vögel, wie Schwarzkehlchen, Rebhuhn und Bluthänfling, um nur einige zu nennen von denen ebenfalls seit Jahren alarmierende Bestandsrückgänge gemeldet werden!

 

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