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Sommermahd am Dächelsberg

Kampf gegen Kanadische Goldrute und Riesen-Bärenklau


(c) P. Meyer NABU Bonn 

Am vergangenen Freitag konnten die Mitarbeiter des NABU Bonn und ihre freiwilligen Helfer endlich die durch die heftigen Regenfälle verschobene Wiesenmahd im NSG Dächelsberg durchführen. Bei dieser alljährlichen Biotoppflegemaßnahme in dem ehemaligen Steinbruch wird durch selektives Mähen einiger Wiesenbereiche und z.T. auch Entfernen einzelner Pflanzen vor allem die Kanadische Goldrute bekämpft – eine aus Amerika eingeschleppte Gartenstaude. An einer Stelle mussten überdies noch mehrere Exemplare des berüchtigten, bis 3 m hoch wachsenden Riesen-Bärenklaus („Herkulesstaude“) beseitigt werden, und zwar mit äußerster Vorsicht, da schon eine leichte Berührung der Pflanzen zu schweren Hautverbrennungen führen kann!

Wichtig ist, dass diese Aktionen noch vor der Samenreife dieser Pflanzen stattfinden. Solche extrem wuchsfreudigen Neophyten bereiten Naturschützern überall große Probleme, da sie heimische Pflanzenarten rasch verdrängen können, wenn man nichts dagegen unternimmt. So gilt die Sommermahd am Dächelsberg u.a. dem Schutz einiger seltener Wiesenpflanzen wie Bienenragwurz und Golddistel, was zum Teil auch durch gezieltes Aussparen dieser Arten bei der Mahd erfolgt.

Belohnt wurden die Naturschützer bei der schweißtreibenden Aktion durch die Begegnung mit Teichrohrsänger, Eisvogel, Uhu, Schwarzstorch sowie die leuchtend gefärbte Spanische Fahne.

 

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