NABU-Bonn.de NABU in... Meckenheim

Obstblütenrenaissance rund um die Ville

Sortengarten in Meckenheim wurde zur Genussmeile


(c) P. Meyer / NABU Bonn 

Über sechzig Obstsorten auf nur einer Obstwiese, das ist schon etwas Besonderes. Die Biostation Rhein-Sieg lud am vergangenen Samstag zu einem Aktionstag rund um das Thema Streuobstwiese alle Interessierten ein, um sich zu informieren und mit verschiedenen Partnern auszutauschen. Teilnehmer waren unter anderem der Streuobstwiesenverein Wachtberg, ein Imker mit seinen Bienenvölkern, die Biostation Bonn Rhein Erft, die Bergische Greifvogelhilfe, die „Skyhunters“ mit einem lebenden Steinkauz sowie der NABU Bonn, der schon seit vielen Jahren im Steinkauzschutz in der Region aktiv ist und hier vor allem praktische Beratung zur Aufhängung von Nistkästen beitragen konnte.


(c) P. Meyer / NABU Bonn 

Auf der als Ausgleichsfläche der Stadt Meckenheim errichteten Streuobstwiese hat die Biostation Rhein-Sieg die Pflege übernommen. In guten Jahren werden hier über 10 Tonnen Äpfel geerntet, die meist zu Saft verarbeitet werden. Kirschen, Nüsse und Quitten werden als Tafelobst gepflückt.


(c) P. Meyer / NABU Bonn 

Wie wichtig die Wiese für die Biologische Vielfalt ist, wurde eindrucksvoll vom Imker demonstriert – ohne Bienen keine Bestäubung! Vor den Bienenständen wurde eine Blumenwiese eingesät, die für entsprechende Nahrung der Insekten sorgt. Da auf solchen Wiesen keine Pflanzenschutzmittel eingesetzt werden, sind sie auch ein Paradies für Schmetterlinge, die an den Wiesenblumen nach Nektar suchen. Auch Säugetiere wie Igel, Siebenschläfer und Gartenschläfer finden hier ideale Lebensbedingungen, denn Insekten und Obst mögen sie.


(c) P. Meyer / NABU Bonn 

Ein großes Anliegen des NABU Bonn ist auch hier die Ansiedlung des Steinkauzes, der ja schon ganz in der Nähe vorkommt. Diese Fläche bietet ihm ein gutes Nahrungsangebot. Nistkästen sind bereits vorhanden. Grün- und Buntspecht, Stieglitz und Baumläufer wie auch mehrere Fledermausarten sind auf dieser Fläche häufig zu sehen.

Man sieht also wie wichtig es ist, diese einzigartigen, durch Menschenhand entstandenen Lebensräume zu schützen und der Nachwelt zu erhalten. Und außerdem kann man so schließlich noch ihre leckeren Produkte kennen lernen.

 

Schließen