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Ein Waldkauz im Ofen

NABU Bonn rettet den Vogel des Jahres 2017


(c) P. Meyer / NABU Bonn 

Eine nicht ganz alltägliche Begegnung hatte in dieser Woche eine Familie in Bonn Bad Godesberg. Als sie aus dem Wohnzimmer plötzlich merkwürdige Kratzgeräusche vernahmen, blickte ihnen zu ihrer Verblüffung aus dem großen Kaminofen ein ganz und gar unerwarteter Gast entgegen. Bei dem dicken Federknäuel, das in panischer Hektik in der Asche herumflatterte, handelte es sich um einen völlig verstörten Waldkauz, der sich offenbar auf dem gut 10 m langen Edelstahl-Schornstein niedergelassen und hineingerutscht war. Zum Glück für den Vogel brannte im Ofen zu dem Zeitpunkt kein Feuer!


(c) P. Meyer / NABU Bonn 

Gut auch, dass die unfreiwilligen Gastgeber, in deren Wohnzimmer sich bereits überall die feine Asche verteilt hatte, den Wildvogel-Notruf des NABU Bonn kannten. So konnte der erfahrene Eulenschützer Peter Meyer, der sich trotz später Stunde sofort auf den Weg machte, schon kurze Zeit später die Situation retten. Mit einem beherzten Griff befreite er den gestressten Vogel aus seiner misslichen Lage. Die Begutachtung ergab, dass sich der Waldkauz bei der Aktion keine Verletzungen zugezogen hatte. So konnte er zumindest grob entstaubt und anschließend in den nahen Godesberger Stadtwald wieder in die Freiheit entlassen werden.

Schön wäre es, wenn alle Unglücksvögel, die beim Bonner Wildvogel-Notruf gemeldet werden, so glimpflich davon kommen würden!

 

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