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Weiter Ausblick für Vögel und Fledermäuse

Neuer NABU Artenschutzturm in Meckenheim-Merl


(c) P. Meyer / NABU Bonn 

Am diesjährigen Nikolaustag wurde im Meckenheimer Stadtteil Merl der dritte vom NABU Bonn eingerichtete Artenschutzturm feierlich eingeweiht. Auch bei diesem Projekt arbeiteten die Naturschützer wieder erfolgreich mit der zuständigen Gemeinde und der Innogy Netze Deutschland GmbH zusammen.

In der ehemaligen Trafostation des Energieunternehmens Innogy Netze GmbH wurde bis 1990 elektrische Energie in Haushaltsstrom umgewandelt, um den umliegenden Stadtbezirk mit Strom zu versorgen. Nachdem der Turm im Jahr 2000 endgültig außer Betrieb gesetzt wurde, war er als ungenutzte Ruine zunehmend vom Verfall bedroht.


(c) P. Meyer / NABU Bonn 

Auf Initiative der Stadt Meckenheim hin entstand nach der Fertigstellung eines Artenschutzturms in Wormersdorf Klein-Altendorf im Sommer 2017 die Idee, auch den Turm in Merl auf diese Weise einer sinnvollen Nutzung zuzuführen. Als neue Eigentümerin des Gebäudes baute die Stadt Meckenheim in diesem Jahr in Zusammenarbeit mit der NABU Kreisgruppe Bonn und mit finanzieller Unterstützung der Innogy Netze Deutschland GmbH den ehemaligen Trafoturm zu einem weiteren Artenschutzturm in der Region um. Dach und Fundament wurden erneuert und zwei Zwischenböden wurden eingesetzt. Anschließend gestaltete der vom NABU Bonn beauftragte Fassadenkünstler die Außenwände mit bekannten Motiven aus Meckenheim, bevor die NABU Mitarbeiter unter dem Turmdach diverse Nisthilfen für Vögel und einige Fledermauskästen anbringen konnten. Nun finden hier Schleiereulen, Turmfalken, Mehlschwalben, Mauersegler und andere an Gebäuden brütende Vögel ideale Brutmöglichkeiten. Fledermäuse können darüber hinaus durch einige Löcher in der Fassade auch ins Turminnere gelangen, wo sie in speziellen Lochziegeln sicher überwintern können. Gebäudebrüter und Fledermäuse sind dringend auf geschützte Brut- und Überwinterungsquartiere angewiesen, die sie heute in unseren oft perfekt isolierten und gedämmten Gebäuden immer seltener finden.


(c) P. Meyer / NABU Bonn 

Die Einrichtung eines solchen Artenschutzturms ist ein aufwändiges und kostspieliges Projekt, das nur durch perfekte Zusammenarbeit der beteiligten Naturschutzverbände, Kommunen und Großspender möglich ist. Die NABU Kreisgruppe Bonn, die viele ehrenamtliche Arbeitsstunden und einen großen Teil der Nistkästen zu diesem Projekt beigetragen hat, bedankt sich ausdrücklich bei den privaten Spendern sowie vor allem für die großzügige finanzielle und ideelle Unterstützung durch die Innogy Netze Deutschland GmbH und die Stadt Meckenheim, ohne deren Engagement diese wertvolle Naturschutzmaßnahme nicht zustande gekommen wäre.

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