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Winteraktionen in der Region

NABU Bonn schafft neue Lebensräume


(c) P. Meyer / NABU Bonn 

Wenn in der heimischen Natur die Winterruhe einkehrt und viele Vögel längst in den Süden gezogen sind, ist beim NABU Bonn keine Zeit für Winterschlaf. Im Gegenteil. Wie jedes Jahr haben die Naturschützer in diesen ungemütlichen Tagen alle Hände voll zu tun, um bestehende Lebensräume zu erhalten und neue Rückzugsräume für bedrohte Tiere und Pflanzen zu schaffen.

So trotzten auch an diesen Wochenende wieder zahlreiche Helfer dem nasskalten Wetter und erweiterten im Naturschutzgebiet Dünstekoven ein mit Weiden, Birken und Pappeln zugewuchertes kleine Sumpfgebiet, in dem dank dieser Maßnahmen seit einigen Jahren eine erstaunliche Vielfalt an Libellen und Amphibien vorkommt. Tatkräftig unterstützt wurden die NABU Aktiven - in diesem Winter schon zum zweiten Mal! - von der benachbarten Bundespolizei, die sich mit 10 Polizeianwärtern und ihrem Ausbilder an der Aktion beteiligte.


(c) P. Meyer / NABU Bonn 

Ähnliche Aktionen fanden auch im Naturschutzgebiet Dächelsberg statt. Hier wurden die Uferzonen des Teiches, die Wiesen auf der „Schmetterlingskuppe“ sowie ein offenes Hangwäldchen („Orchideenwäldchen“) von den aufkommenden Gehölzen freigestellt, damit Wiesenkräuter wie z.B. seltene Orchideen im Frühjahr wieder wachsen können. Auch die in diesem Gebiet weit verbreitete Kanadische Goldrute, eine invasive Art aus Nordamerika, wurde wieder großflächig bekämpft.

Während es in beiden Naturschutzgebieten meistens um die Erhaltung von Offenlandflächen geht, ist es an anderen Stellen gerade sinnvoll, neue Bäume und Sträucher zu pflanzen. So setzte Peter Meyer vom NABU Bonn im Dezember zusammen mit Mitarbeitern der Kreisgruppe und etwa einem Dutzend Helfern um den Vorsitzenden des Ortsausschusses, Norbert Sauren, am Ortsrand von Morenhoven eine gemischte Hecke aus heimischen Straucharten wie Eberesche, Faulbaum, Felsenbirne und Gewöhnlicher Schneeball ein. Gerade solche Heckenstrukturen aus beerentragenden Gehölzen, die früher in der Region überall die Felder umsäumten, sind als Brutstandorte und Nahrungsquelle für viele Singvögel extrem wertvoll.


(c) P. Meyer / NABU Bonn 

Auch in Meckenheim wurde fleißig gepflanzt: die vom NABU Bonn betreute Streuobstwiese an der Oberen Mühle musste durch insgesamt fünf neue Obstbäume ergänzt werden, damit die Struktur dieses Lebensraums erhalten bleibt. Besonderen Wert wurde dabei auf die Verwendung von alten, selten gewordenen Apfelsorten wie Roter Cox, Roter Berlepsch und Alkmene gelegt.

Günstig für das Sumpfgebiet wie auch die Neupflanzungen sind die reichlichen Niederschläge der vergangenen Wochen. So können sich diese Lebensräume im kommenden Frühjahr gut weiter entwickeln und zahlreiche Tiere anlocken.

 

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