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Keine Winterruhe im Naturschutz

NABU Mitarbeiter und freiwillige Helfer haben allerhand zu tun


(c) P. Meyer / NABU Bonn 

Auch dann, wenn sich die Natur für den kalten Winter rüstet und das Wetter oft wenig einladend daherkommt, gibt es beim NABU Bonn reichlich zu tun. Gerade in der kalten Jahreszeit können die Naturschützer in der ehemaligen Kiesgrube in Dünstekoven größere Eingriffe vornehmen, da man jetzt die hier lebenden Bewohner nicht stören kann. So wurden in den vergangenen Wochen bei mehreren großen Biotoppflegeaktionen wieder viele Sumpf- und Wiesenflächen von aufkommenden Gehölzen befreit, und aus den bereits gemähten Magerwiesen das Mahdgut entfernt, um den Flächen übermäßige Nährstoffe zu entziehen. Wie bereits in den vorangegangenen Jahren wurden die Aktiven der Kreisgruppe auch dabei wieder an insgesamt drei großen Aktionstagen von Mitarbeitern der Firma DHL sowie von jungen Anwärtern der benachbarten Bundespolizei tatkräftig unterstützt. Auch im ebenfalls vom NABU Bonn betreuten NSG Dächelsberg wurden große Flächen bearbeitet, damit sie im kommenden Frühjahr wieder ein willkommenes Nahrungsangebot für Vögel und Insekten bieten können. Und auch im Boden der NABU-Wildkrautäcker in Ollheim und Bornheim schlummern bereits neu ausgesäte Pflanzensamen, damit sich die Flächen im nächsten Jahr wieder ebenso bunt und artenreich entwickeln können wie im letzten Sommer.


(c) P. Meyer / NABU Bonn 

Und noch eine gute Nachricht für den Steinkauzschutz: Die Kreisgruppe freut sich auf die Betreuung einer weiteren Streuobstwiese mit zahlreichen alten Obstbäumen in Alfter-Gielsdorf. In einer ersten Aktion wurde bereits der Boden bearbeitet und mit frischem Saatgut bestückt, damit auch Insekten hier viel Nahrung finden. Und natürlich ist dieser Standort am Rand des Kottenforstes und inmitten von zahlreichen Pferdeweiden auch ideal für einen weiteren Steinkauzkasten, da die kleine Eule in den kurz gehaltenen Wiesen reichlich Nahrung finden wird.


(c) P. Meyer / NABU Bonn 

Ein neuer Nistkasten steht auch seit letzter Woche in Swisttal-Ollheim bereit: Am Rande eines Feldgehölzes haben NABU Mitarbeiter einen 5 m hohen Pfahl mit einem Turmfalkenkasten aufgestellt. Der Turmfalke brütete dort bislang immer in Strohmieten, die leider mitten in der Brutzeit entfernt werden mussten. Hoffentlich wird der Falke von nun an in das sichere Quartier umziehen! Andere, bereits bestehende Nistkästen müssen mit viel Aufwand gepflegt werden. Fast 400 Nistkästen für Singvögel werden derzeit noch von zwei freiwilligen Helfern im Rheinbacher Wald gereinigt und ihr Zustand dokumentiert.

Und schließlich ist auch das Vogeltaxi des NABU Bonn im Winter durchaus aktiv. Neben einigen verletzten Igeln wurden im Herbst vier vergiftete Rotmilane in die Wildvogelauffangstation in Kirchwald gebracht. Immerhin ein Milan konnte gerettet und anschließend wieder freigelassen werden. Außerdem konnten NABU Aktive im Artenschutzturm in Klein-Altendorf vier verwaiste Schleiereulen durch tägliche Fütterung vor dem sicheren Hungertod retten. Die Jungeulen haben mittlerweile das Nest verlassen und führen nun ein eigenständiges Leben. Und eine zweite ebenfalls verwaiste Brut der Schleiereule wurde in Morenhoven gerettet. Auch diese jungen Eulen wurden bereits wieder in ihrem Elternrevier ausgewildert.

 

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