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NABU und Ortsvereine pflegen altes Waldgewässer

Joerm von Totholz befreit

Mit vereinten Kräften haben Helfer der NABU Kreisgruppe Bonn gemeinsam mit Gielsdorfer Ortsvereinen an der „Joerm“ in Alfter-Gielsdorf gearbeitet, um das Biotop zu erhalten.


(c) 2020 Willi Richter / NABU Bonn 

Die Joerm in Gielsdorf am Waldanfang ist eines der bedeutendsten alten Laichgewässer für Amphibien im östlichen Teil des Villewaldes. Gras- und Springfrösche und Erdkröten nutzen das Gewässer, das schon in der Tranchotkarte in der Zeit Napoleons verzeichnet wurde, als Laichgewässer. Faden-, Teich- und Bergmolch waren auch immer hier zu finden.


(c) 2020 Willi Richter / NABU Bonn 

Die alten Gieldorfer sind hier noch vor gut einem halben Jahrhundert mit Schlittschuhen gefahren, was die ursprüngliche Größe des Gewässers mit rund 1000 qm Wasserfläche veranschaulicht.

Die Verbundenheit der Bevölkerung mit diesem Biotop und ein Vortrag des erem. Prof. Schneider aus Impekoven hatten den Ortsausschuss Gielsdorf motiviert, im Rahmen der Teilnahme am Wettbewerb "Unser Dorf hat Zukunft" auch den Naturschutz und den Erhalt der Artenvielfalt im Ort als Zukunft des Dorfes zu sehen und sich dem Erhalt und der Pflege dieses Gewässers zu widmen.


(c) 2020 Willi Richter / NABU Bonn 

Wir hatten vom NABU schon länger geplant, dieses wichtige Biotop vor der Verlandung zu bewahren. Schließlich hatte der Arbeitskreis Amphibienschutz des NABU Bonn schon vor über zwanzig Jahren das Biotop freigestellt. Willi Richter, unser NABU-Ansprechpartner für Alfter, hatte an der Vorbesprechung zu "Unser Dorf hat Zukunft" in Gielsdorf teilgenommen, wodurch es zu der Kooperation kam.


(c) 2020 Willi Richter / NABU Bonn 

In einer Aktion mit rund zwanzig Helfern von NABU, Junggesellenverein, Feuerwehr und Trägerverein Dorfgemeinschaftshaus wurden rund dreißig Kubikmeter Totholz aus dem Gewässer entnommen. In einem zweiten Arbeitsschritt soll Blatthumus entnommen werden. Diese Maßnahmen sollen dazu beitragen, dass das Gewässer nicht wieder trocken fällt, wie es in den letzten beiden trockenen Sommern passiert ist.

Wir hatten vom NABU die Koordination des Projekts übernommen und die notwendigen Genehmigungen der Eigentümer und der Naturschutzbehörde erwirkt, sowie die Maßnahme mit dem zuständigen Revierförster abgestimmt.

 


(c) 2020 Willi Richter / NABU Bonn 

Die für dieses Biotop charakteristischen Schwarzerlen und Moorbirken wurden bewusst im Gewässerbereich als kleine Inseln erhalten. Diese tragen zum besonderen Charakter der Joerm bei.

Wir hoffen die Maßnahmen greifen und mit etwas mehr Regen als in den letzten Sommern werden die Amphibien sich hier wieder vermehren können.

 

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