NABU-Bonn.de NABU in... Swisttal Naturschutzgebiet Dünstekoven

Sonnige Lebensräume für Amphibien und Insekten

Mähaktion im NSG Dünstekoven


(c) P. Meyer / NABU Bonn 

Am letzten Samstag war es endlich einmal wieder soweit. Bei zunächst strahlendem Sonnenschein kamen nach der langen Corona-Pause Mitarbeiter und freiwillige Helfer im NSG Dünstekoven zusammen, um am großen „Schwemmfächer“ unterhalb der Naturschutzstation die mit Gehölzen zugewachsenen Flächen freizustellen. Durch das extrem feuchte Wetter während der vergangenen Frühjahrs- und Sommermonate konnte die natürliche Sukzession durch Weiden und Birken vor der breiten Schilfzone des Sees extrem schnell voranschreiten. Die jungen Bäume waren innerhalb eines Jahres zu einem fast undurchdringlichen Gebüsch herangewachsen, in dem kaum noch wärmende Sonnenstrahlen auf den sandigen Boden vordringen konnten.


(c) P. Meyer / NABU Bonn 

Mit dem vereinseigenen Traktor wurde das Areal zuvor bereits in weiten Teilen freigestellt. Damit sich durch das abgemähte Pflanzenmaterial nicht zu viele Nährstoffe im Boden anreichern und die geschnittenen Triebe nicht einfach wieder anwachsen, musste nun die ganze Fläche vom Mähgut befreit werden. Mit Rechen und Mistgabeln trugen die Helfer das abgemähte Gras und die Baumtriebe auf großen Haufen zusammen, wo das Material in einigen Wochen verbrannt werden kann.


(c) P. Meyer / NABU Bonn 

Nutznießer dieser Aktion sind die zahllosen sonnenhungrigen Insekten – Tagfalter, Heuschrecken, Käfer, Wildbienen und Wespen – die auf diesen vegetationsarmen Sandflächen in der stillgelegten Kiesgrube ideale Nahrungs- und Fortpflanzungsbedingungen vorfinden. Und der Insektenreichtum wiederum lockt natürlich die Tiere an, die sich von Insekten ernähren: viele Singvögel und die im Gebiet lebenden Amphibien können hier reichlich Beute finden. Tatsächlich haben auch Frösche und Kröten von dem feuchten Sommerklima profitiert und in dieser Saison besonders viel Nachwuchs produziert. Die unzähligen Jungfröschchen, auf die man im ganzen Gebiet jetzt trifft, brauchen gerade jetzt in den letzten warmen Herbsttagen noch viel Nahrung, um die kommende Winterruhe zu überstehen.

 

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