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Naturschutz in der Bundesstadt

In Bonn gibt es mit der Siegniederung und der Düne Tannenbusch, dem Rodderberg, den Wäldern auf dem Ennert und den Wäldern des Kottenforstes aus Sicht des Naturschutzes bemerkenswerte Gebiete. Der NABU Bonn hat über Jahrzehnte für die Erhaltung dieser Areale gekämpft und letztlich Erfolg gehabt: Heute stehen die artenreichen Flächen unter Naturschutz und entwickeln sich - zumindest zum Teil - erfreulich gut. Die im Jahr 2001 eingerichtete Biologische Station Bonn übernahm die Pflege der Schutzgebiete und betreut diese seither professionell. Der NABU Bonn hat sich seither mehr dem schützenswerten Umland von Bonn im linksrheinischen Rhein-Sieg-Kreis zugewandt, betreut aber weiterhin kleinere Projekte in der Bundesstadt.

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Beueler Basaltufer

Aktiv für Beißschrecken

Jedes Jahr kümmern sich Helfer des NABU in Bonn-Beuel um die Freistellung des Basaltufers nördlich der Kennedybrücke - einer der wenigen Lebensräume der Westlichen Beißschrecke in der Region. Regelmäßig werden die Mauern der historischen Hochwasserschutzanlage am Rheinufer von aufkommendem Gehölz und Brombeeren befreit. Die Stadt unterstützt diese Aktion durch die Bereitstellung und Entsorgung eines Containers für die Grünabfälle.

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Naturschutzgebiet Siegmündung

Die Siegmündung nördlich von Bonn-Beuel war früher ein Vogelparadies: Rohrdommeln, Rotkopfwürger und Drosselrohrsänger haben hier gebrütet, in den Altwassern lärmten Unmengen von Laubfröschen. Die Regulierung des Flusses, der Bau von Straßenbrücken und der Autobahn 565 sowie der immens gewachsene Nutzungsdruck durch die Naherholung hat das Gebiet in erschreckender Weise degradiert. Heute brüten noch einige Paare des Pirols im Bereich der Mündung, zudem ein bis zwei Paare Eisvögel, ein Feldschwirl und ein Schwarzmilan.

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400 Nistkästen

Mitglieder des NABU Bonn betreuen im Naturschutzgebiet Siegmündung und auf verschiedenen Bonner Friedhöfen mehrere Hundert Nistkästen für Singvögel. Neben den häufigen „Standardarten“ wie Kohl- und Blaumeisen brüten hier auch Gartenbaumläufer und der inzwischen gefährdete Feldsperling. Für Fledermäuse wurden ebenfalls Kästen aufgehängt. Im Kottenforst haben NABU-Mitglieder mit einem gezielten Angebot spezieller Kästen den Trauerschnäpper-Bestand erfolgreich gestützt - mehr als 30 Paare nisten in den künstlichen Bruthöhlen.

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Wohnungsbau für die Wasseramsel

Die Wasseramsel ist eine gefährdete Vogelart, die an den Fließgewässern des Berglandes lebt. In unserer Region erreicht die mitteleuropäische Unterart ihre nördliche Verbreitungsgrenze. Während die Wasseramsel in Eifel und Bergischem Land noch recht verbreitet anzutreffen ist, gibt es sie in Bonn selbst nur an einer einzigen Stelle: Entlang des Godesberger Baches im Marienforster Tal.

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Wildvogel-Notruf

Katzen, Autos, tückische Glasscheiben – Wildvögel sind in unseren Städten und dicht besiedelten Kulturlandschaften zahlreichen Gefahren ausgesetzt. Besonders gefährdet sind die unerfahrenen Jungvögel, die gerade das Nest verlassen haben. Vor allem im Frühjahr und Sommer rufen daher fast täglich aufmerksame Bürger bei uns an, die einen verletzten Vogel oder einen verwaisten Jungvogel gefunden haben und nicht wissen, was sie tun sollen. Viele wenden sich an das nächstgelegene Tierheim oder sogar die örtliche Feuerwehr, die sich aber meist nicht zuständig fühlen. Auch Tierärzte sind oft auf diese speziellen Patienten nicht eingerichtet.

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