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Vogeltaxi rettet viele Wildvögel in der Region

Fahrer für Vogel-Rettungseinsätze gesucht


(c) Peter Meyer / NABU Bonn 

Bonn/Rhein-Sieg. Schon seit vielen Jahren fährt der Rheinbacher Peter Schwenker mit großem Engagement verletzte und verwaiste Wildvögel in die Pflegestation in Kirchwald bei Mayen oder zur Bergischen Greifvogelhilfe nach Rösrath, wo sie mit großem Erfolg wieder aufgepäppelt und dann in die Freiheit entlassen werden.

Auch die Mitarbeiter und freiwilligen Helfer des NABU Bonn nehmen immer wieder solche "Pechvögel" auf und bringen sie zum Rheinbacher "Vogeltaxi". Allein im Jahr 2018 konnte Herr Schwenker auf diesem Wege etwa 300 Vögel aus Bonn und dem Rhein-Sieg-Kreis retten, die sonst keine Überlebenschance gehabt hätten.

Die Liste der bei diesen Einsätzen geretteten Vögel umfasst mehr als 40 Arten, darunter vor allem Greifvögel und Eulen wie Turmfalke, Mäusebussard, Sperber, Schleiereule und Waldkauz, aber auch kleine Arten wie Mauersegler, Schwalben, Buntspecht, Stieglitz, Buchfink, Amsel, Blau- und Kohlmeisen. Auch seltene Arten sind immer wieder dabei, wie z.B. Eisvogel, Grünspecht und Wendehals. Erst gestern wurde eine verletzte Waldschnepfe aus der NABU Naturschutzstation in Swisttal nach Rheinbach und dann weiter in die Eifel gebracht.

Viele dieser gefiederten Patienten werden völlig entkräftet, krank oder halb verhungert geborgen und in Kirchwald oder Rösrath tierärztlich behandelt. Die häufigsten Verletzungsursachen sind Kollisionen mit Autos oder Glasflächen an Gebäuden sowie Verletzungen durch Hauskatzen. Während der Brutsaison im Frühjahr und Sommer werden zudem alljährlich zahlreiche verwaiste Jungvögel aufgenommen, die in den Pflegestationen von engagierten Helfern aufgezogen werden.

"Der Großteil der von uns aufgenommenen Vögel konnte dank des 'Vogeltaxis' erfolgreich behandelt und wieder ausgewildert werden", freut sich der stellvertretende Vorsitzende des NABU Bonn, Peter Meyer, der das Projekt seit 20 Jahren betreut. Da jedes Jahr mehr Passagiere für das Vogeltaxi gemeldet werden, sucht der NABU nun dringend noch weitere ehrenamtliche FahrerInnen. Die Tätigkeit ist sehr abwechslungsreich und bietet einen außergewöhnlichen Einblick in die heimische Vogelwelt und die Arbeit der Pflegestationen. Interessierte werden gebeten, sich mit Peter Meyer beim NABU Bonn (02254/846537 oder Email p.meyer@nabu-bonn.de ) in Verbindung zu setzen. Unter derselben Nummer können an Wochentagen auch verletzte Vögel gemeldet werden.

 

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