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Wohnungsbau für die Wasseramsel


(c) Peter Meyer / NABU Bonn 

Die Wasseramsel ist eine gefährdete Vogelart, die an den Fließgewässern des Berglandes lebt. In unserer Region erreicht die mitteleuropäische Unterart ihre nördliche Verbreitungsgrenze. Während die Wasseramsel in Eifel und Bergischem Land noch recht verbreitet anzutreffen ist, gibt es sie in Bonn selbst nur an einer einzigen Stelle: Entlang des Godesberger Baches im Marienforster Tal.

Zwischen Wachtberg-Pech und Bad Godesberg hat der NABU Bonn schon in den 1970er Jahren Nistkästen für die Wasseramsel aufgehängt. Zunächst hatte der versteckt lebende Vogel hier auch noch gebrütet, ist dann aber wegen der Abnahme der Wasserqualität und des Umbaus der Gewässer verschwunden. Auch die Nistkästen verschwanden nach und nach - zum Schluss hingen nur noch drei Stück, in denen regelmäßig Gebirgsstelzen brüteten. Vermehrte Winterbeobachtungen am Godesberger Bach seit dem Jahr 2005 lassen aber hoffen, dass sich die Wasseramsel wieder als Brutvogel niederlässt. Durch den Bau und die Erweiterung der Kläranlage in Pech hat sich die Wassergüte wieder auf die Klasse II verbessert. Auch wenn der Bach damit als mäßig verschmutzt gilt, bietet er doch in Teilen noch naturnahe Bereiche, die Wasseramseln, Eisvögeln und Gebirgsstelzen Lebensraum bieten.

Um der Wasseramsel etwas auf die Sprünge zu helfen, hat der NABU Bonn mit Unterstützung der Bundesstadt im Februar 2010 wieder mehrere Nisthilfen entlang des Bachs angebracht.

 

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