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NABU-Aktion "Schwalbenfreundliches Haus"

Hausbesitzer können sich und ihr Heim auszeichnen lassen 

„Eine Schwalbe macht noch keinen Sommer" warnt ein bekanntes Sprichwort. Noch trüber dürfte die Vorstellung ausfallen, wenn sich keine Schwalbe mehr am heimischen Sommerhimmel mehr zeigen würde. Ohne schwarz malen zu wollen, steuern die Sommerboten allerdings in einigen Gegenden Nordrhein-Westfalens auf einem dramatischen Kurs. Mehl- und auch Rauchschwalbe, die einst so typischen Begleiter des Menschen, wurden mit ihren Beständen für NRW in der aktuellen Roten Liste als gefährdet eingestuft. In der Region Bonn/Rhein-Sieg sind die Populationen in den letzten 25 Jahren um mehr als 50 % zurück gegangen!

Eine Ursache für den Zusammenbruch der Schwalbenpopulation sind der Verlust und die Zerstörung von Nestern und Nistmöglichkeiten. Diesem Trend sieht der NABU natürlich nicht tatenlos zu. Vielerorts laufen schon länger einzelne Hilfsmaßnahmen für diese Arten. In diesem Jahr kommt eine weitere Aktion hinzu: Der NABU Bonn möchte ein positives Zeichen setzen und die Menschen und Häuser auszeichnen, bei und an denen die Glücksbringer willkommen sind. 

So können Sie die Auszeichnung bekommen.

Sie haben ein Haus, einen Hof oder sonstiges Gebäude und

- dulden Schwalben an ihren Wänden?
- akzeptieren das Brutgeschehen der Sommerboten?
- oder fördern es sogar durch das Aufhängen von Nisthilfen?

Dann sind Sie unser Kandidat für die Auszeichnung "Schwalbenfreundliches Haus". Melden Sie sich einfach bei uns und teilen Sie uns mit, warum Sie die Kriterien eines schwalbenfreundlichen Hauses erfüllen. Bitte legen Sie ein oder mehrere Fotos bei, damit wir uns ein Bild von Ihrem „Schwalbenparadies" machen können.
Im Spätsommer werden wir die 10 Häuser prämieren, die die meisten besetzten Schwalbennester beherbergen (jeweils 5 für jede der beiden Arten).

NABU Bonn
Waldstraße 31
53913 Swisttal-Dünstekoven
info@nabu-bonn.de
Telefon 02254 / 84 65 37
Fax 02254 / 84 77 67

Warum vergibt der NABU Bonn dieses Zertifikat?

Die an Hausfassaden nistenden Mehlschwalben wie auch die in Ställen, Carports oder Schuppen nistenden Rauchschwalben sind hierzulande in ihren Beständen gefährdet. Eine der Hauptursachen dafür ist die mutwillige Beseitigung von Nestern oder die gezielte Störung der Vögel beim Bau der Nester durch den Menschen. Dabei gibt es für das Problem der verschmutzten Hauswände eine ganz simple Lösung. Ein einfaches Brettchen, das unterhalb des Nestes angeschraubt wird, fängt den Schwalbendreck auf. Das Sauberkeitsempfinden der Besitzer, Gäste und Nachbarn ist also keine Ausrede mehr. Im Gegenteil: Umfragen in Tourismusregionen haben gezeigt, dass Urlauber das Vorkommen der wendigen Flugkünstler begrüßen und so genannte Vergrämungsmaßnahmen wie Drähte, Seile oder Flatterbänder dagegen als abstoßend empfinden.

Wie profitieren schwalbenfreundliche Häuser von dieser Auszeichnung?

Der NABU Bonn möchte Hausbesitzer dafür belohnen, dass sie die Schwalben an ihren Gebäuden brüten lassen. Für Hotels, Pensionen und Restaurants, die auch die Geflügelten Sommerboten an ihren vier Wänden willkommen heißen, möchten wir einen positiven Anreiz schaffen, in dem dies sichtbar für alle seine Wertschätzung erfährt. Die Durchführung des Projektes erfolgt in enger Zusammenarbeit mit unseren NABU-Aktiven vor Ort. Alle schwalbenfreundlichen Hotels, Cafés oder Ferienunterkünfte werden auf Wunsch vom NABU NRW auf der landesweiten Internetseite veröffentlicht. So können sich interessierte Urlauber ganz leicht über schwalbenfreundliche Unterkünfte informieren.

Auszeichnungen

 

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