NABU-Bonn.de Jugend Kindergruppen Hofzwerge

Hofzwerge

Die Vorkindergartengruppe vom Leyenhof

Leitung:
Suzanne Navarro (Dipl.-Biologin und Umweltpädagogin),
Luisenstr. 19,
53129 Bonn,
Tel: 0228 - 26 51 50,
suze@naturerkundung.de

Warum eine Vorkindergartengruppe auf dem Leyenhof?


(c) Suzanne Navarro / NABU Bonn 

Der Leyenhof bietet ein reiches Angebot an „Natur-Spielräumen". In einer Spielgruppe, die dort in dem Wald und auf Weide und Acker stattfindet, können die Kinder die gleichen positiven Lernerfahrungen wie in jeder anderen Vorkindergartengruppe machen:

• Loslösung der Kinder von den Eltern und das Erleben des Wiederkommens
• sich selbst in einer Gruppe Gleichaltriger erleben
• neue Beziehungen knüpfen
• Rücksichtnahme und Durchsetzung lernen
• einfache Regeln einhalten
• eigene Bedürfnisse äußern

Darüber hinaus bietet der Aufenthalt in der Natur den Kindern viele weitere Anregungen und Möglichkeiten, sich zu entfalten:
Die Kinder nehmen sich im Raum (ohne Wände) wahr und lernen, sich dort zu orientieren.
Die Natur bietet vielfältige Bewegungsanreize und ausreichend Platz für bewegungsreiche Spiele, bei denen die motorischen Fähigkeiten weiter entwickelt werden.
Außerdem gibt es genügend Raum, um sich aus dem Weg zu gehen. Dadurch haben die Kinder die Möglichkeit, sich ungestört in ihr Spiel zu vertiefen und sich intensiv mit einer Sache zu beschäftigen.

Sie haben Zeit und Gelegenheit mit allen Sinnen ihre Umwelt zu erforschen (Tiere, Pflanzen, Steine und Erde, Geräusche, Gerüche, etc.).
Dabei entwickeln sie oft kreative eigene Spiele ohne „künstliche" Spielsachen.
So entstehen insbesondere Rollenspiele, in denen erklärt werden muss, was die einzelnen Gegenstände darstellen. Das fördert die kommunikativen und sozialen Kompetenzen der Kinder.
Durch das „hautnahe" Erleben der Tiere und der Jahreszeiten bekommen die Kinder eine Vorstellung von den Kreisläufen der Natur, von Werden, Wachsen und Vergehen und wieder neuem Leben.
Sie eignen sich Wissen über Pflanzen und Tiere und das Verhalten in der Natur an.
Durch all das wächst in den Kindern eine direkte Beziehung zu ihrer Mitwelt, und sie lernen einen achtsamen und wertschätzenden Umgang mit allen Lebewesen.

Ablauf eines Vormittags auf dem Leyenhof

Um 9:00 Uhr treffen wir uns vor dem Hofladen . Die Handpuppe „Kurti" begrüßt die Kinder, und danach verabschieden wir die Eltern (außer dem Elterndienst).
Auf unserem Weg zu unserem „Basislager" kommen wir nur langsam voran; wir erleben viele kleine Abenteuer und lassen uns von Baumstämmen und Tieren zu Spielen und Phantasiereisen animieren .
Schließlich gelangen wir an unseren Frühstücksplatz. Nach einer kurzen Pause waschen wir die Hände und bereiten das Frühstück vor. Wir tragen die Sachen, die die Kinder mitgebracht haben, auf bunten Tellern in der Mitte zusammen. (Dadurch fällt das Teilen später leichter.) Gemeinsam kann das Picknick beginnen. Nach dem Frühstück wird die Bodenplane ausgeschüttelt und die Kinder können nacheinander darin geschaukelt werden. Anschließend haben die Kinder ausreichend Gelegenheit zum Freispiel. Dabei schaut wahrscheinlich auch mal eines der Hoftiere (Schafe oder Hühner) vorbei. Außerdem möchte ich die Kinder aber auch zu einer gemeinsamen Aktivität (z.B. Erdbilder malen, Blätter sammeln, Bäume fühlen, Mandala legen etc.) anregen. Entdeckungen oder Ideen der Kinder werden natürlich aufgegriffen.
Danach machen wir uns auf den Rückweg zum Hof. Wenn wir unterwegs ein Blättchen Löwenzahn gefunden haben, können wir sie jetzt an die Kaninchen verfüttern bis die Eltern wieder da sind. Um 12:00 Uhr beenden wir den Vormittag und singen mit den Eltern das Abschiedslied.

Der Ablauf eines Vormittages ist bestimmt durch immer wiederkehrende Rituale (Begrüßung, Verabschiedung, gemeinsames Essen, gleiche Wege). Die Kinder können sich an die Orte und Handlungen erinnern und bekommen so ein Gefühl der Sicherheit und Bestätigung in der ungewohnten Umgebung.

Organisatorische Vereinbarungen

Die Kindergruppe besteht aus maximal 8 Kindern im Alter von 2 Jahren bis zum Eintritt in den Kindergarten und findet montags von 9:00 - 12:00 Uhr auf dem Gelände des Leyenhofs statt.

Folgende Grundausstattung braucht Ihr Kind für den Vormittag auf dem Leyenhof:

  • ein Rucksack mit Brustgurt
  • ein gesundes Frühstück und eine Trinkflasche (keine Süßigkeiten oder Trinkpäckchen!). Dosen sollten mit Namen gekennzeichnet sein.
  • falls noch nötig: 1-2 Windeln oder Wechselwäsche
  • in der nassen Jahreszeit Matschhose, Regenjacke, Gummistiefel
  • an heißen Tagen Sonnenhut und Sonnenschutzmittel
  • von Frühjahr bis Herbst sollte Ihr Kind mit Anit-Zecken-Mittel eingerieben sein

Die Gruppe wird von mir und zusätzlich einem wechselnden Elterndienst betreut. Die mitbegleitenden Eltern stehen mit in der Aufsichtspflicht! Ich freue mich auf engagierte Partner! Sie können sich auf einer Liste für den Elterndienst eintragen.

Die Anmeldung zur Vorkindergartengruppe erfolgt schriftlich (Anmeldeformular) bei mir. Bitte achten Sie darauf, dass Sie unter der dort angegebenen Nummer während der gesamten Betreuungszeit telefonisch erreichbar sind!

Die Kosten belaufen sich auf 9,50 € pro Vormittag (auch wenn dieser in Ausnahmefällen witterungsbedingt auf 2 Stunden verkürzt werden sollte). Sie werden in Einheiten von Ferienende bis Ferienanfang abgerechnet und vom NABU-Bonn in Rechnung gestellt. In den Schulferien findet keine Vorkindergartengruppe statt.
Treffen, die wegen Krankheit meinerseits ausfallen, werden im nächsten Zahlungstournus verrechnet. Wegen Sturm/Gewitter ausfallende Vormittage werden hälftig gerechnet und im nächsten Zahlungstournus verrechnet.
Sollte ein Kind wegen Krankheit, Urlaub etc. verhindert sein, bitte ich Sie, mich zu informieren. Ich bitte um Verständnis, dass der Vormittag dennoch bezahlt werden muss.

Die Kündigungsfrist beträgt 8 Wochen. Wenn ein Kind von der Warteliste nachrückt, kann der Vertrag auch kurzfristig aufgelöst werden. Innerhalb der Eingewöhnungszeit von 4 Wochen kann sofort gekündigt werden.

Während der Eingewöhnungszeit begleiten die Sie ihr Kind und ziehen sich dann nach Absprache und je nach Vorerfahrung und Verhalten des Kindes von mal zu mal für immer längere Zeit von der Gruppe zurück. So kann die Betreuungszeit ohne Elternteil langsam auf drei Stunden gesteigert werden. Natürlich kann dieser Prozess bei Bedarf auch länger als vier Wochen in Anspruch nehmen. Sollte ein Kind sich nach eingehendem Bemühen von mir nicht trösten lassen, werde ich Sie anrufen.

Für Fragen, Bedenken, Anregungen oder mehr Informationen stehe ich gerne im persönlichen Gespräch zur Verfügung. Bei Interesse können Sie mit ihrem Kind nach Absprache an einem Schnuppertag teilnehmen.

Leyenhof-Spezifisches

Regeln
Außer den normalen Umgangsformen des Zusammenlebens gibt es in Wald und Flur einige besondere Regeln, auf die wir zu unserem eigenen Schutz und zum Schutz der Natur achten müssen.
• Da wir kein Areal auf dem Hofgelände gesondert abgrenzen, ist es wichtig, dass die Kinder in Sichtweite der Erwachsenen bleiben.
• Einen wertschätzenden und respektvollen Umgang wollen wir nicht nur miteinander einüben, sondern mit allen Lebewesen. Darum sollen keine Pflanzenteile mutwillig abgerissen oder zerstört werden. Dies gilt natürlich besonders für die Anpflanzungen des Leyenhofes.
• Auch die Bedürfnisse der Hoftiere werden beachtet. Sie werden also z.B. nicht verfolgt und - wenn überhaupt - dann nur mit „genehmigtem" Futter verwöhnt.
• „Krabbeltiere" sind leicht verletzbar und sollen nicht getötet oder gequält werden. Nach einer Beobachtung setzen wir sie wieder dort aus, wo wir sie gefunden haben.
• Mit Stöcken kann man sich und anderen sehr weh tun. Deshalb kämpfen wir nicht damit, halten Stöcke nicht in Augenhöhe und rennen auch nicht mit ihnen.
Die Regeln werden bei gegebenem Anlass eingeführt bzw. angeprochen, damit sie für die Kinder einen aktuellen Bezug haben und nachvollziehbar sind.

Hygiene
Vor dem Picknick waschen wir uns die Hände. Zu diesem Zweck nehme ich eine große Thermoskanne mit warmem Wasser mit.
Wickelkinder sollten in ihrem Rucksack 1-2 Windeln dabei haben. Eine wasserfeste, wärmende Wickelunterlage, Feuchttücher u.ä. und Mülltüte nehme ich mit.
Für die anderen Kinder nehmen wir eine kleine Schaufel, Toilettenpapier und Mülltüte mit.

Zecken
Während der Zecken-Saison (etwa von März bis November - ab ca. 8°C werden sie aktiv) sollten Sie Ihr Kind mit einem Anti-Zecken-Mittel einreiben, insbesondere an den Übergangsstellen von Haut zu Kleidung. Auch lange Hosen und feste Schuhe bieten Schutz. Nach dem Vormittag sollten Sie Ihr Kind gründlich nach Zecken absuchen, besonders in den Hautfalten. Gegebenenfalls sollten die Zecken sofort mit einer Zeckenkarte dicht an der Haut gegriffen und entfernen werden. Da Borreliose-Erreger erst Stunden nach dem Zeckenstich in die Blutbahn gelangen, ist die Wahrscheinlichkeit einer Infektion bei diesem Vorgehen gering. Dennoch sollte die Einstichstelle markiert und etwa vier Wochen auf eine ringförmige Rötung hin beobachtet werden. Die Kleidung der Kinder sollte nach dem Hoftag gründlich ausgebürstet oder gewaschen werden, um möglicherweise darin sitzende Zecken zu entfernen.

Wetter
Bei starkem Sturm und bei Gewitter ist die Gefahr im freier Natur zu groß und der Vormittag auf dem Leyenhof muss ausfallen. Sollte ein Gewitter unerwartet heraufziehen, werde ich Sie telefonisch informieren und die Kinder müssen abgeholt werden.

Grundsätzlich können wir uns vor Regen und Kälte durch entsprechende Kleidung, Ausrüstung (Plane, Isomatten, warmer Tee etc.) und Bewegung schützen. Bei sehr extremer Witterung kann der Vormittag aber auf zwei Stunden verkürzt werden.

 

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